Schlagwort: Saft

Kaffee-Ladies

Meine Öffnungszeiten sind nach hinten unter der Woche variabel. Es gibt eine feste Zeit, in der immer offen ist. Danach hängt es davon ab, ob und wieviele Gäste noch da sind. Aber spätestens um 2 Uhr ist Schluß.

Es war schon nach der festen Öffnungszeit. Aber ich hatte noch eine große Gruppe als Gäste (die sich den nächsten Blogeintrag als „Beach Boys“ verdient haben), als ein Haufen Frauen in die Bar stürmte und nachfragte, wie lange ich offen habe. Es war abzusehen, daß es noch länger geht, also machten die Damen es sich bequem.

Noch war alles ok. Aber dann nahm ich die Bestellung auf. Die erste Frau wollte einen Latte Macchiato.
Das war der Moment, wo ich zu überlegen anfing: die Kaffeemaschine war schon geputzt und prinzipiell bin ich auch kein Milchaufschäumer. Aber ich bin auch Gastgeber und deswegen war es auch kein Problem, wegen einem Latte Macchiato wieder die Maschine zu putzen (meinen Chef wird es freuen, auf Kaffee und Kaffee-Variationen ist schließlich die größte Gewinnspanne, vielleicht noch von Tee geschlagen).
Aber es kam noch schlimmer: die Damen wollten einen weiteren Latte Macchiato, einen Latte Macchiato mit Baileys, eine heiße Schokolade mit Baileys. Und dann noch einen großen Grapefruitsaft (hat in meiner Karriere bisher noch nie jemand bestellt). Die drei Cocktails, die sie auch noch bestellten, brachten meinen Puls wieder auf Normalmaß.

Wenn ich Spaß daran hätte, Milch aufzuschäumen und Knöpfchen an der Kaffeemaschine zu drücken, würde ich in einem Cafe arbeiten!

Maracuja-Mangel

Ich war schon etwas erstaunt, als ich vor zwei Wochen bei unserem Haupt-Getränke-Lieferanten meine Bestellung abgegeben habe. Sie hätten keinen Maracuja-Nektar mehr auf Lager! Der Lieferant ist übrigens keine kleine Klitsche, sondern (laut Wikipedia) im Verbund mit Gold Ochsen der größte Getränkeverbund der Region Donau-Iller. Ohne Nachzufragen setzte ich meine Bestellung fort.

Glücklicherweise traf ich tags darauf einen Außendienstler eines anderen Lieferanten, der mir dann erklärte, was es mit dem Maracuja-Mangel auf sich hat:
Ecuador ist der Haupt-Exporteur für Maracuja-Konzentrate. Mehr als 90 Prozent des weltweit importierten Maracuja-Konzentrats stammen […] aus Ecuador. Nun ist leider in Ecuador die Ernte katastrophal ausgefallen (er sprach von 50% Ernteausfall) und die Getränke-Produzenten bekommen keinen Nachschub an Maracuja-Nektar.

Nun wird es spannend, wie sich der Preis für Maracuja-Produkte entwickeln wird. Maracuja scheint langsam überall Mangel zu sein. Selbst die Neu-Ulmer Metro hatte letzte Woche keinen Maracuja-Nektar im Angebot. Auch Pfanner hat so seine Probleme:

Antwort von Pfanner: Alle mit Sternchen gekennzeichneten Früchte stammen zu 100% aus Fairtrade. Die anderen stammen aus einheimischer Produktion, mit Ausnahme von Maracuja, wo es aufgrund von Lieferschwierigkeiten auf dem Weltmarkt gegenwärtig kein ausreichendes Angebot aus fairem Handel gibt.
tessarakt – Fairtrade – vom 20.7.2009

Inzwischen haben wir schon wieder ordentlich Maracuja-Nektar geliefert bekommen. Mal sehen, wie lange es reicht. Zur Not heißt es einfach: die nächste Ernte abwarten!

Drink des Web2.0

Beim Onlinenerd24 bin ich über seinen Artikel „Web2.0 Drink of choice?“ gestolpert.
Seine Vermutung: Tegernseer Spezial, ein wirklich leckeres Bier, das ich ab und zu mal wieder proBIERen kann

Was hat Tegernseer Spezial mit dem Web2.0 zu tun?
Es gab Anfang des Jahres einen Wettbewerb zur Suchmaschinenoptimierung (SEO), bei dem auf den Suchbegriff „laizeps reesnreget“ (rückwärts lesen, dann wird es klar) optimiert werden mußte und Exalead.de, „die innovative Suchmaschine für eine einfache und schnelle Suche im Internet“ (Eigenwerbung) wurde als Ziel gewählt.

Helmut Adam hält Bionade für den Drink des Web2.0.

Vielleicht ist es aber auch einfach nur Saft.