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10 Tipps, wie Du Dich als Gast erfolgreich unbeliebt machst

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Ich mag meine Gäste. Die meisten sind freundlich und wissen sich zu benehmen. Der Gast ist schließlich nicht König, sondern "nur" Gast. Er wird so behandelt, wie er sich verhält. Ich würde wohl durchdrehen, wenn es wirklich Gäste gibt, die sich nach den nachfolgenden Punkten verhalten.
  1. Verzichte komplett auf Höflichkeitsfloskeln wie "bitte", "danke" oder Konjunktive wie zum Beispiel "Könnten Sie mir $getränk bringen?"
  2. Setzte Dich immer an einen Tisch, der noch nicht abgeräumt ist!
    Wenn das Service-Personal erscheint, kannst Du auch gerne Kommentare wie "Siehst das hier immer so aus?" oder "Wird ja mal Zeit!" abgeben.
  3. Setze Dich immer an den größten freien Tisch (aber nur, wenn kein passender nicht abgeräumter Tisch vorhanden ist)!
  4. Jacken und Mäntel gehören keinesfalls an die Garderobe!
    Lege sie über die Stuhllehnen des Nachbartisches. Sind mehrere Tische frei, ist unbedingt einer zu wählen, der schon abgeräumt ist.
  5. Exklusiv-Tipp für die Damenwelt:
    Gehe nur mit Deiner größten Handtasche aus und hänge sie dann so über die Stuhllehne, daß sie das Vorbeikommen für den Service deutlich erschwert!
  6. Zeige der Bedienung deutlich, daß sie keine Ahnung von Zeitgefühl hat!
    Dauert es zu lange, bis sie die Bestellung aufnimmt, kommentiere mit "Das geht aber schnell hier!". Wichtig ist dabei, daß es auf keinen Fall ironisch klingen darf! Geht es recht schnell, ist ein "Das hat ja lange gedauert!" fällig. Der Idealfall ist natürlich eine Kombination von schnelle Bestellannahme, lange Wartezeit bis die Getränke (oder andersrum) da sind.
  7. Warte 3 Minuten nachdem eine Servicekraft am Tisch war und gefragt hat, ob es noch irgendwelche Wünsche gibt (Gibt es in diesem Moment natürlich nicht!). Fuchtel dann aufdringlich mit der Karte oder schrei quer durch den gesamten Laden "Wird man hier denn nicht bedient?"
  8. Dekoration von Cocktails gehört immer in einen frischen Aschenbecher (am besten in einem von (schon abgeräumten) Nebentisch)!
    Komme ja nicht auf die Idee, die abgenagten Früchte auf eine Serviette zu legen, oder erst am Ende zu essen und dann ins leere Cocktailglas zu schmeißen!
  9. Dränge die Bedienung, doch endlich die Rechnung zu bringen (auch wenn die Gläser alle noch halb gefüllt sind), weil Du schnell weiter mußt!
    Bleibe dann noch mindestens eine halbe Stunde vor Deinem leeren Glas sitzen. Die Bedienung hat eh keine Ahnung von Zeitgefühl!
  10. Runde das Trinkgeld großzügig auf die nächsten 10 Cent auf!
    Für Fortgeschrittene: Huldige Deine Wohltat und ermahne die Bedienung, nicht wieder alles auf einmal auszugeben. Wahlweise auch: Mach Dir einen schönen Abend damit!


Bitte befolgt diese 10 Punkte nicht (auch nicht bei Konkurrenten)! Nehmt sie aber als Anlaß, mal über euer Verhalten nachzudenken und vielleicht werdet ihr dann auch wie ein König bedient!
Kategorie: Bar, Cafe, Gäste, Mitarbeiter & Kollegen


Schneller Service

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Manchmal ist der Service schneller als einem lieb ist.

Ich besuchte am Wochenende nach Feierabend eine Bar um mich dort ein wenig umzusehen. Soetwas muß einfach ab und zu mal sein und hat nichts mit Konkurrenz Mitbewerber-Ausspionieren zu tun. Ich wollte einfach nur mal sehen, was in anderen Bars so um die Zeit los ist, welches Publikum sonst in der Stadt unterwegs ist und natürlich, wie der Service anderswo ist.

Also stellt ich mich an eine Ecke des Tresen und wartete. Ich wurde auch gleich freundlich bedient und bestellt einen Cuba Libre. Während dieser nun in Arbeit war, kam ein neuer Theker hinter den Tresen, erblickte mich und fragte auch gleich nach meinem Wunsch. Daß ich ja schon bedient wurde, konnte er nicht wissen, aber es ist schön zu sehen, wenn Theker ein schnelles Auge für neue Gäste haben.

Und dann passierte es: Der Cuba Libre war zu 2/3 leer und ich verschwand kurz auf die Toilette. Bei meiner Rückkehr fand ich meinen Cuba Libre aber nicht mehr vor. Einer der Theker war wohl zu schnell und hatte ihn entsorgt. Wer das nun war, wurde nicht gleich geklärt, aber ich bekam sofort einen neuen Cuba Libre hingestellt. Und als Entschädigung war er deutlich stärker als normal gemischt. Na klasse! Eigentlich hätte ich mich nach dem ersten schon wieder auf den Weg machen wollen... Trotzdem danke an dieser Stelle. Der schnelle Theker kam später dann nochmal zu mir und hat sich entschuldigt. Ist ja kein Problem, kann ja immer mal passieren. Blöd wäre es für ihn nur gewesen, wenn ich einfach verschwunden wäre und er dann die offene Rechnung mit seinem Trinkgeld hätte ausgleichen müssen.

Nachtrag:
Der Cuba Libre kam in einer Spezialversion der Havana-Club-Gläser. Ich werde mir wohl demnächst mal eine Digicam zulegen müssen, um solche Raritäten photographieren zu können (hab bei mir nämlich auch zwei verschiedene Versionen von Havana-Club-Gläsern).
Kategorie: Bar, Feierabend, Party-Szene

Eine Frage der Zeit

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Also heute waren echt verwirrte Gäste bei mir. Aber alles der Reihe nach.

Eine junge Dame betrat relativ kurz nach Öffnung die Bar und wählte zielsicher die zweitbeliebteste Ecke. Auf meine Frage, was ich ihr denn bringen dürfte, entwickelte sich folgender Dialog:
sie: Einen Aperol Souur bitte. (kurze Pause) WIe lange gibt es das denn hier schon?
Nachdem Aperol Sour nicht oft bestellt wird (eher Gin Sour, Whisky Sour oder Wodka Sour):
ich: Aperol Sour oder die Bar?
sie: (lacht) Die Bar.
ich: Seit etwas über 16 Monaten.
sie: Oha. Ich bin zwar oft hier in der Ecke, aber bisher ist sie mir noch nicht aufgefallen.
Nach ihrer Auskunft war sie bisher immer bei der "Konkurrenz" schräg gegenüber. Aber ich denke, sie wird wiederkommen. Immerhin war sie bis zum Ende da.
Kategorie: Bar, Gäste, Getränke & Spirituosen, Tresen-Talk

Konkurrenz

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Nach Feierabend spricht mich mein Chef (Inhaber von zwei Cafes/Bars) an: "Sag mal, $mitarbeiterin war vorhin hier und hat nach Dir gefragt. Ich hab gemeint, daß Du drüben beim Arbeiten bist. Sie ist dann gleich wieder los. Sag mal, machst Du da nen Fanclub von Dir auf?"
Tja, Chef... Du mußt nicht immer meinen, daß die Menschen nur deinetwegen in Deine Bars kommen. ;-)
Und ich muß mir anlasten, daß ich total vergessen hatte, daß ich eigentlich mit ihr ins myer's gehen wollte (Donnerstag ist immer noch der beste Tag - mit DJ Montana). Sorry!
Kategorie: Feierabend, Mitarbeiter & Kollegen, Tresen-Talk