Drink-Sharing

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Ist das Weihnachtsgeld noch nicht überwiesen oder schon alles für Weihnachtsgeschenke verpraßt? Oder doch nur der ganz normale Weihnachtswahnsinn?


Zu später Stunde gesellten sich drei junge Damen zu mir in die Bar. Sie bestellten: einen Cuba Libre und einen Sex on the beach. Die dritte im Bunde erklärte ganz stolz: das reicht für uns, wir teilen! Zwei Drinks für drei Personen ist besser als gar nichts. Am Ende war ich froh, daß ich die Rechnung nicht dritteln mußte, denn eine zahlte komplett. Und ein bischen Trinkgeld gab es auch noch.

Der Kracher kam dann aber im Theatro. Dort war eine Entschuldigungs-Party (Excuse mit Marco Petralia), weil es bei der letzten BigCityBeats-Release-Party zu ein paar Problemen kam (Scheiß Tanzverbot!). Der Eintritt war frei und lockte damit das sparsame Schwabenvolk an.
Ich lehnte an der Theke und zwei Mädels drängten sich an mir vorbei und bestellten einen (!) Prosecco. Die Bedienung konnte leider nicht passend rausgeben und fragte nach, ob die beiden nicht noch 30 Cent hätten, was diese verneinten. Sie versuchte dann einen Kollegen um passendes Kleingeld zu erreichen, aber da hatte ich schon die fehlenden 30 Cent aus meinem Geldbeutel geholt und ihr in die Hand gedrückt. Immerhin bedankten sich die beiden bei mir. Aber für mich war das der Zeitpunkt, an dem ich wußte, daß es Zeit ist zu gehen, denn ich hatte definitiv die falschen Menschen um mich herum!
Hey Leute! Sich einen Prosecco teilen und kein Trinkgeld geben... was soll das? Bleibt doch zuhause, wenn ihr euch das Feiern nicht leisten könnt, da bekommt ihr für das gleiche Geld schon eine Flasche Billig-Schaumwein!


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Kommentare


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  1. *In meiner Bar MUSS grundsätzlich jeder Gast ein eigenes Getränk verzehren, ohne Ausnahme. Wenn man das einmal anfängt hat man irgendwann mal 5er Gruppen mit 2 kleinen Colas. Dafür ist mir mein Platz zu Schade. Leute die keine 1,50€ für ein kl. Wasser oder einen Espresso übrig haben können mir gestohlen bleiben und sollen in anderen Läden den Platz besetzen!
  2. *boah ja, mit allem recht. das find ich ich aber auch mal.

    daß die ersten drei sich 2 cocktails teilen find ich noch akzeptabel.
    aber die anderen beiden bestellen einen prosecco und geben nicht mal trinkgeld. tz tz.. sparsames schwabenvolk übertreibt etwas.
  3. *diese armut kotzt mich an. soll das gesindel doch zuhause bleiben, wo kommen wir denn hin, wenn die auch noch am sozialen leben teilhaben wollen!
  4. *Oh man, einen Sekt teilen! Mitarbeiter in der Gastronomie leben außerdem von Trinkgeldern und nicht mal 30 Cent zu geben, finde ich schäbig.

    Ich wohne auf der Ferieninsel Malta und bin auch immer wieder erstaunt, wie es sein kann, dass man sich in den schönsten Wochen des Jahres trotz ziviler Preise eine Cola teilt oder ewig vorm Restaurant steht und überlegt, ob man sich die Pizza für 6 Euro leisten kann. Das ist doch gar kein Genuss! Da würde ich lieber zu Hause bleiben und es mir vorm Fernseher gemütlich machen.

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