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Neben Sol und Corona ist Desperados auch eines der aktuellen Szene-Biere. Ab und zu wird es auch bei mir gewünscht. Wenn ich dann meinen Gästen mitteile, daß wir dieses französische Pseudobier nicht führen, sind viele irritiert. Sie trinken etwas, von dem sie eigentlich gar nicht wissen, was es genau ist. Aber so ist es wohl häufiger bei Szene-Drinks. Deswegen ist es nun an der Zeit, mit dem Desperados-Mythen aufzuräumen:

- Desperados ist kein Bier.
Es enthält als Zutaten Mais, Glukosesirup, Zucker, Säuerungsmittel Zitronensäure E330 und Aromen. Nach dem deutschein Reinheitsgebot gehört der Großteil davon gar nicht ins Bier. - Desperados kommt nicht aus Mexiko.
Im Gegensatz zu Sol und Corona, die wirklich aus Mexiko stammen, vermittelt Desperados nur den Eindruck. In Wirklichkeit stammt es aus Frankreich. - Desperados enthält keinen Tequila.
Das "Tequila flavoured beer" enthält lediglich Tequila-Aromen und darf damit ab 16 Jahren konsumiert werden.
Tags für diesen Artikel: Alkohol, Bier, Corona, Desperados, Getränke & Spirituosen, Party-Szene, Sol
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Unter http://bundesrecht.juris.de/juschg/__9.html" findet sich das Jugendschutzgesetz "§ 9 Alkoholische Getränke":
Da ich solch einen Hinweis auf den Desperados-Flaschen noch nicht finden konnte, wird es sich wohl um keine Alkopops handeln. Und "Branntwein, branntweinhaltige Getränke oder Lebensmittel, die Branntwein in nicht nur geringfügiger Menge enthalten" sind auch nicht enthalten. Also darf Desperados an Jugendliche ab 16 Jahre abgegeben werden. Ob das nun die Händler auch machen, ist deren eigene Entscheidung.
Aber naja wenns um Alkohol geht sollte ich ihm wohl immer glauben.
War ja ganz gut das wir den ganzen Kiddies dann Desperados verkaufen durften!