Schausaufen mit Betonung

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Über den Spreeblick bin ich auf einen aktuellen Artikel über Harry Rowohlt gestoßen.

Harry Rowohlt? Wer nicht weiß, wer das ist, der kennt ihn vielleicht zufällig als den "Penner aus der Lindenstraße". Hauptsächlich war er Übersetzer aus dem Englischen (insbesondere Irischen) und wurde dann 1996 auch zum "Ambassador of Irish Whiskey" ernannt.

Ich durfte Harry Rowohlt mal in einer seiner legendären Lesungen im AuGuS-Theater in Neu-Ulm erleben. Seine Lesungen waren wirklich legendär, er selbst nannte sie "Schausaufen mit Betonung". Während dieser Lesungen flößte er sich reichlich Bier ein und trank immer wieder ein Gläschen von seinem favorisierten Paddy-Whiskey. Aber eigentlich ist die Bezeichnung "Lesung" falsch. Der Großteil der damaligen Lesung setzte sich aus Kommentaren und Anmerkungen zu seinen Texten zusammen, die er auch gerne mitten im Text einpflegte. Dann wurden diese Kommentare wiederum mit Anekdoten und weiteren abschweifenden Geschichten aus seinem Leben ergänzt und unterbrochen. Zusätzlich wurde dann noch mit dem Publikum diskutiert, so daß seine gelesenen Texte nur einen kleinen Bruchteil des ganzen Abends ausmachten.

Der Abend fing damit an, daß er mit Jute-Tasche auf die Bühne kam und stolz verkündete: "Gegen Neu-Ulm liegt noch nichts vor."
Dann folgt die erste Geschichte, daß er nicht mehr nach Ulm will, weil ihn dort mal nach einer Lesung der Portier eines großen Hotels nicht reinlassen wollte, weil er ihn für einen Penner gehalten hat.
Während seiner Lesung trank er ein Bierchen nach dem anderen, daß der Caterer brav auf seinem Tisch aufgebaut hatte. Den Paddy holte er aus seiner Tasche. In der Lesungspause kam er an den Getränkeausschank und fragte, ob er zwei Flaschen Pils gegen das dunkle Bier tauschen könne, das er zuvor schon auf der Bühne genossen hatte. Und er bekam es.
Nach ca. drei Stunden ging einer der Organisatoren zu ihm und fragte, wie lange er denn noch "lesen" werde. "Bis der Saal leer ist!" war seine Antwort. Und so kam es dann auch. Meine Freunde und ich verschwanden nach ca. vier Stunden, als der Saal schon halb leer war. Der arme Kerl sollte auch mal seinen Feierabend haben! Ich weiß nicht, wie lange die Lesung noch ging. Laut Wikipedia konnte es aber schon mal länger als 6 Stunden gehen.

Der Abend ist nun etwa 9 Jahre her, aber immer noch unvergeßlich.

Inzwischen leidet er an der unheilbaren Krankheit Polyneuropathie und gibt keine Lesungen mehr. Seit er das weiß trinkt er keinen Alkohol mehr. Aber in aktuellen Interviews ist er immer noch ganz der alte Harry:
Hat sich Ihr Leben stark verändert?

Wenn man vorher gesoffen hat, ist das schon ein ziemlicher Einschnitt. Aber so schwierig ist es auch wieder nicht. Ich bedaure nur, wenn ich an den vielen schönen Kneipen vorbeigehe, dass es keinen Sinn hat, da hineinzugehen. Ich muss der Menschheit ja nicht beweisen, wie viel Apfelsaftschorle ein erwachsener Mann trinken kann.
Kruzi-Marx nochmal!


Danke für den schönen Abend! Alles Gute Harry!
Kategorie: Events, Feierabend


Red Bulls Simply Cola mit Kokain?

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Na endlich mal wieder ein Pseudo-Skandal!

Red Bulls Simply Cola enthält Kokain!

Das behauptet zumindest die hessische Lebensmittelaufsicht. Nun existiert schon in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Rheinland-Pfalz ein Verkaufsverbot für die Red Bull Cola. Wir hier in Baden-Württemberg dürfen fleissig weiter das in der Cola enthaltene Kokain konsumieren, sagt das Stuttgarter Verbraucherministerium.

Red Bulls Simply Cola besteht nur aus Inhaltsstoffen natürlicher Herkunft. Da sich auch Cocablatt als Zutat findet, ist es gut möglich, daß minimale Spuren von Kokain in der Cola zu finden sind.

Interessant ist aber dazu auch ein Artikel im Greenpeace-Magazin:
Trotz des Funds von Kokainspuren hält der Pharmakologe Dr. Fritz Sörgel die lebensmittelrechtlichen Maßnahmen gegen die Cola von Red Bull für übertrieben.
[...]
«Wenn man andere Nahrungsmittel und Getränke auf diesem Level der Empfindlichkeit messen würde, wie jetzt Red Bull Cola, fände man vieles», sagte der Experte. «Dank moderner Analysenmethoden lernen wir immer mehr, dass wir in einem Meer von Drogen und Dopingstoffen leben.»
[...]
Der Experte wandte ein: «Warum Red Bull Cola verbieten, wenn man zum Beispiel den Stoff Octopamin, der auf der Verbotsliste der Dopingstoffe steht und der im Körper zu einem amphetaminartigen Stoff umgebaut wird, in Nahrungsergänzungsmitteln zulässt?»
Greenpeace Magazin - Pharmakologe: Vorgehen gegen Red Bull Cola fragwürdig
Lassen wir es uns also weiterschmecken! Viel Lärm um Nichts! Prost!
Kategorie: Fun, Getränke & Spirituosen
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Benimmregeln für Gäste

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Ein echtes Sahnestück, das ein User aus Jetzt.de veröffentlicht hat. Das sah die Süddeutsche auch so und hat es sogar ins Printmagazin mit übernommen.

The Bartender's Guide To Nightlife bietet dem interessierten (oder unerfahrenen) Gast 20 Tipps, damit der Abend für ihn und das Gastronomie-Personal möglichst streß-, reibungsfrei und angenehm verlaufen wird. Auch wenn der Text manchmal ein wenig lustig wirkt, ist sehr viel Wahres dran. Obwohl der Großteil der Regeln durch den normalen Menschenverstand abgedeckt ist, gibt es immer noch genug Gäste, die sich nicht so verhalten.
Man könnte die Regeln auch einzeln auf Pappkärtchen drucken und bei entsprechenden Regelverstößen dem Gast wortlos in die Hand drücken. ;-)

via dieetwasanderenbartender - -benimmregeln für anfänger-
Kategorie: Gäste, Mitarbeiter & Kollegen

Überaschung gelungen!

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Heute ist wohl der Tag der kurzen Postings. ;-)

Da komme ich nichtsahnend nach dem Wochenende nach Hause und vor der Türe liegt ein kleines Päckchen. Über so unerwartete Geschenke freue ich mich immer wieder gerne. Besonders wenn es interessante Spirituosen sind.

In diesem Sinne: Prost!
Kategorie: Blog, Getränke & Spirituosen

Was Schäuble und Zensursula wirklich wollen

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Kategorie: Blog
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besoffene potentielle Randalierer

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Betrunkene Gäste entwickeln manchmal ein gewisses Aggressionspotential. Nicht umsonst schenkt man keinen Alkohol an Betrunkene mehr aus.

Die Polizei in Bolton bei Manchester hat sich etwas Interessantes ausgedacht, damit sie die möglichen Randalierer unter Kontrolle bekommt. Sie verteilen Seifenblasen-Fläschchen.
"Seifenblasen sind eine großartige Idee, um die Dinge von der leichten Seite zu sehen. Nachtschwärmer haben so etwas Spaß, auf den sie sich konzentrieren können, wenn sie Pubs und Clubs verlassen", sagte Elaine Sherrington von der Kommunalverwaltung.
n-tv.de vom 1.12.2008

Ich stelle mir das relativ lustig vor, wenn die Betrunkenen anfangen, die Polizisten mit Seifenblasen zuzupusten. Die englischen Polizisten mögen es ja schon gar nicht, wenn man sie anschreit.
Kategorie: Bar, Fun, Gäste
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